Nachlese „Sehen & Sehnen“

„Sehen & Sehnen“ im Backes … mit Eva Lirot

Backes … eine sehr gemütliche, für Nichtraucher eher ungeeignete, Kneipe in der Kölner Südstadt hatte zur Lesung geladen. Im intimen Rahmen spielten sich Rich Schwab und Ruth Schiffer verbal die Bälle zu. Eva Lirot, als Thriller Autorin mit dem Thema „Sehen & Sehnen“ eher unvertraut,  versuchte sich jedoch mittels Ausschnitten aus ihren Büchern „Seelenbruch“ und „Eiskalte Extase“, sowie zweier Kurzgeschichten dem Thema zu nähern.

Das Publikum wurde mit Songtexten von Manfred Man (Pretty Flamingo) und Bob Dylon (Highlands), Szenen aus der nächsten Kneipe links („Und wie nennen wir ihn?“ „Bierdeckel würde ich sagen.“) dem U-Bahnbau in der Südstadt (Köln läuft auf 30% Klappazität), der Feststellung dass in Köln auf 300 Einwohner 1 Kneipe kommt, aber auch durch Szenen einer mörderischen Kopulationen im Beichtstuhl sowie eines Bewerbungsgespräches mit einem „Sensenmann“ hervorragend unterhalten.

Wer hätte beispielsweise gedacht, dass Männer im Thema Nachhaltigkeit so effektiv sind? „Männer haben 2 Sorten Klamotten. 1x die im Schrank und 1x die am Boden liegen und nochmal angezogen werden können.“

Eva Lirot bemerkte in ihrem Alltagskrimi, dass ein Heizkörper morgens schon mal an Sibirien denken lässt, monierte sich über überfüllte Einkaufswagen, nicht funktionierende EC-Karten oder „Frauen fürs Grobe“.

Volker Becker durfte sein musikalisches Talent zwischendurch ebenso immer wieder zum Besten geben, wie am Schluss auch das gesamte Auditorium als Purple Schulz „Sehnsucht“ angestimmt wurde.

Ein schöner, sauerstoffarmer aber feuchtfröhlicher Abend der hoffentlich nicht nur mir in guter Erinnerung bleiben wird.
Andreas Izquierdo im Gespräch mir Eva Lirot und WolffsBeute

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